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Brandschaden-Gutachten Baumaschinen

Zeitwertgutachten für Baumaschinen nach Brandschaden oder Unfall

Baumaschinen geraten aus den unterschiedlichsten Gründen in Brand. Sei es aus Fahrlässigkeit, beim Arbeiten mit Schweißgeräten, durch Fremdeinwirkung oder Brandstiftung. Für den Betreiber, den Vermieter und die Versicherung ist es sehr wichtig, nach einem Brand den Restwert der Maschine zu ermitteln. In der Regel müssen sowohl der Zeitwert vor dem Brand, als auch der Restwert der verbleibenden Komponenten der abgebrannten Maschine ermittelt werden. Wir von MEVAS-Baumaschinengutachten arbeiten regelmäßig für Versicherungen und sind der richtige Partner für solche Wertermittlungen.

Kostenvoranschlag für Reparaturen prüfen

Im Falle, dass die Maschine weit weg ist vom Versicherer oder die reparierende Werkstatt annimmt, dass die Versicherung keine Ahnung von Baumaschinen und technischen Zusammenhängen hat, kann es schon mal passieren, dass in Kostenvoranschlägen ziemlich viel Fantasie waltet. Dann werden viele, eventuell beschädigte Komponenten mit aufgelistet. Als Gutachter haben wir schon abenteuerliche Reparaturkosten-Kalkulationen gesehen. Gut, dass wir etwas von der Materie verstehen und einschätzen können, ob z.B ein Austauschmotor oder eine neue Hydraulikpumpe verbaut werden müssen. Auch bei umgestürzten Baumaschinen werden gerne mal der Ausleger oder Teile von der nicht mit beschädigten Seite des Baggers als reparaturbedürftig eingestuft. Um es klar zu sagen, die meisten Fachwerkstätten erstellen sauber kalkulierte Kostenvoranschläge. Aber es gibt doch genügend Ausnahmen von der Regel.

Deutschlandweiter Service

Wir bieten diesen Service in fast allen Bundesländern an. durch unsere Struktur und unsere Arbeitsweise können wir dies zu wettbewerbsfähigen Preisen tun. Am günstigsten wird es für den Auftraggeber, wenn es in der Nähe des Maschinenstandortes eine günstige DB-Bahnanbindung gibt 🙂

Wir begutachten Baumaschinen seit 2006.

Abschreibung, Zeitwert und die Nachfrage nach Baumaschinen

Wie wirken sich Preissteigerungen bei Baumaschinen auf den Zeitwert aus?

Als Gutachter muss man regelmäßig den Zeitwert von Baumaschinen beurteilen. Die entscheidenden Einflussgrößen dabei sind das Alter der Maschine auf der einen und die geleisteten Betriebsstunden auf der anderen Seite. Mit diesen Werten wird zuerst arithmetisch der Restwert bzw. Zeitwert einer Baumaschine ermittelt. Dabei geht der Gutachter vom Neumaschinenpreis zum Zeitpunkt des Verkaufs aus. Während die Abschreibung einer Baumaschine in der Regel linear erfolgt, verläuft der Zeitwert degressiv. Erfahrene Sachverständige nutzen für die Berechnung und übersichtliche Darstellung des kalkulatorischen Zeitwertes ein Tabellen-Tool. 

Eine weitere wichtige Größe ist die Ausstattung der Maschine. Gibt es extra Hydraulikleitungen, ist eine Klimaanlage verbaut, sind weitere Anbauteile zu betrachten oder ist die Maschine mit speziellen Ketten oder Reifen ausgerüstet. Hat der Minibagger ein verstellbares Laufwerk? Viele Faktoren, welche einen Preisunterschied ausmachen.

Wenn man sich als Gutachter jedoch nur auf die oben genannten Größen verlässt, vergisst man eine wichtige Einflussgröße: In den letzten Jahren haben sich die Preise von Baumaschinen deutlich erhöht. Damit einher geht auch eine deutlichen Erhöhung der Preise für gebrauchte Baumaschinen. Der Baumaschinen-Gutachter muss also immer auch die aktuelle Lage im Baumaschinenmarkt beachten. Wenn eine Baumaschine heute 10 Jahre alt ist und sich in diesen zehn Jahren der Maschinenpreis um 50% erhöht hat, dann kann man nicht einfach arithmetisch kalkulieren. Man muss den Gebraucht-Markt in die Preisfindung einbeziehen.

Wie wirken sich lange Lieferzeiten von Baumaschinen aus?

Ein weiterer interessanter Faktor sind die Lieferzeiten von Neumaschinen. Bedingt durch das Abreißen von Lieferketten, die limitierte Verfügbarkeit von Elektronik und Schaltkreisen sowie gestiegenen Preisen für Rohmaterialien haben sich die Lieferzeiten für Baumaschinen deutlich ausgeweitet. Zum Teil muss man mit Lieferzeiten für neue Bagger oder Radlader von mehr als 12 Monaten, ab Bestelldatum rechnen. Wenn der Bauunternehmer also sehr lange auf die Lieferung seiner neuen Maschine warten muss, wird er die alte Maschine länger nutzen und diese somit dem Gebrauchtmarkt vorenthalten. Stand heute muss man konstatieren, dass die Lieferzeiten von Neumaschinen eine deutliche Auswirkung auf die Verfügbarkeit und die Preise von Gebrauchtmaschinen haben. Zum Teil gibt es Preissteigerungen im Gebrauchtmarkt von über 30%.

Restwerte von Baumaschinen und die Versicherungsbranche

Im Falle eines Diebstahls oder einer Beschädigung von Baumaschinen berechnen viele Gutachter für die Versicherung den Zeitwert einer Maschine nach wie vor arithmetisch. Dadurch fallen die Zeitwerte, zur Freude der Versicherungsgesellschaft, deutlich niedriger aus, als es die Realität erfordern würde. Im Leistungsfall hat der Bauunternehmer eine deutliche Lücke zwischen der gewährten Deckung der Versicherung und dem Wiederbeschaffungswert einer Maschine zu tragen. Darin verbirgt sich gelegentlich das Risiko, dass bei Beschädigung von mehreren Maschinen, z.B. durch Brandstiftung, ein Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage geraten kann. Es ist also oft sinnvoll, sich mit dem Zeitwertgutachten der Versicherung nicht gleich zufrieden zu geben. Manchmal ist es hilfreich, einige Euro in ein Gegengutachten zu investieren. Ein erfahrener Baumaschinen-Gutachter kann korrigierte Zeitwerte begründen und auch nachweisen. Fragen Sie uns nach unserer Meinung zu Ihrem Fall. Wir klären gemeinsam mit Ihnen, ob ein solches Gutachten helfen kann.

Welche Regeln zur Abschreibung von Baumaschinen gelten in Deutschland?

Achtung: Dies ist keine Rechtsberatung und auch keine steuerliche Beratung!

In Deutschland gelten für die Abschreibung von Baumaschinen spezifische Regeln, die im Einkommensteuergesetz (EStG) und in der Abgabenordnung (AO) festgelegt sind. Die Abschreibung von Baumaschinen ist ein wichtiger Aspekt der steuerlichen Buchführung für Unternehmen, da sie die Möglichkeit bietet, die Kosten für die Anschaffung oder Herstellung von Baumaschinen über die Nutzungsdauer zu verteilen und somit die steuerliche Belastung zu reduzieren.

Die wichtigsten Regeln zur Abschreibung von Baumaschinen in Deutschland sind wie folgt:

  1. AfA (Absetzung für Abnutzung): Die Abschreibung von Baumaschinen erfolgt in der Regel über die sogenannte Absetzung für Abnutzung (AfA), auch als lineare Abschreibung bezeichnet. Die AfA-Beträge variieren je nach Art der Baumaschine und ihrer geschätzten Nutzungsdauer. Die genauen Abschreibungssätze sind im EStG festgelegt.
  2. Nutzungsdauer: Die Nutzungsdauer für Baumaschinen variiert je nach Art und Verwendungszweck. Sie muss geschätzt werden, basierend auf den Erfahrungen in der Branche und den spezifischen Bedingungen. Die geschätzte Nutzungsdauer bestimmt die jährliche Abschreibung.
  3. Restbuchwert: Der Restbuchwert einer Baumaschine ist der Wert, der nach Abschluss der AfA-Periode verbleibt. Dieser Wert wird bei der Berechnung der Abschreibung in den folgenden Jahren berücksichtigt.
  4. Sonderabschreibungen: In bestimmten Fällen, wie etwa bei Investitionen in neue und energieeffiziente Baumaschinen, können Unternehmen Sonderabschreibungen in Anspruch nehmen. Diese ermöglichen zusätzliche steuerliche Vorteile.
  5. Niedrigwertige Wirtschaftsgüter (NWG): Baumaschinen mit niedrigem Anschaffungswert können als sogenannte „niedrigwertige Wirtschaftsgüter“ betrachtet werden und unterliegen speziellen Regeln zur Abschreibung. NWG können in der Regel im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben werden.
  6. Buchführungspflicht: Unternehmen müssen eine ordnungsgemäße Buchführung führen und die Abschreibung korrekt dokumentieren. Dies umfasst die Berechnung und Buchung der Abschreibungsbeträge.

Es ist wichtig zu beachten, dass die steuerliche Behandlung von Abschreibungen für Baumaschinen je nach Unternehmensstruktur und Rechtsform variieren kann. Es ist ratsam, sich von einem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer beraten zu lassen, um sicherzustellen, dass die Abschreibungen den geltenden Gesetzen und Vorschriften entsprechen und steuerlich optimal gestaltet sind.

Gerichtsgutachten Baumaschinen

Gelegentlich werden wir auch von einem Gericht mit der Erstellung eines Gutachtens für Baumaschinen beauftragt. Dabei ist zu beachten, dass es bei der Ausfertigung eines Gutachtens für das Gericht auf der einen Seite und für ein privates Gutachten auf der anderen Seite deutliche Unterschiede gibt. Als privates Gutachten wird dabei ein Gutachten von einem Auftraggeber außerhalb der Gerichtsbarkeit bezeichnet. Das kann also z.B. ein Unternehmer sein. Dieser benötigt das Gutachten in erster Linie, um eine außergerichtliche Einigung zu erreichen oder Zeitwerte und Reparaturkosten einer Maschine unabhängig ermitteln zu lassen. Die formalen Anforderungen an ein Gutachten sind in diesem Falle deutlich einfacher. Es können z.B. viele fachspezifische Ausdrücke ohne gesonderte Erläuterung verwendet werden, welche trotzdem alle Beteiligten verstehen werden.

Gutachten für das Gericht
Beispiel Gerichtsgutachten

Privatgutachten vs Gerichtsgutachten

Bei einem Gerichtsgutachten müssen alle Erklärungen und Details so dargestellt werden, dass auch der technische Laie den Inhalt des Gutachtens nachvollziehen kann. Bei gerichtlichen Gutachten werden sehr viele formale Anforderungen an den Sachverständigen gestellt. Das Gutachten muss etwa in 5-facher Ausfertigung, mit Deckblatt und Zusammenfassungen gedruckt und geheftet werden. Oft werden auch noch ausgedruckte Bilder verlangt. Es ist deutlich zu merken, dass die Justiz noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen ist. Meistens werden kilo-schwere Gerichtsakten per Paket versendet. Termine werden teilweise noch über das Fax vereinbart. (Für die Jüngeren Leser: Das sind sozusagen zwei Kopierer, welche über eine sehr lange Telefonleitung aus Kupferkabel miteinander verbunden sind). Ein weiterer Faktor sind die Kosten und der Aufwand für eine öffentliche Bestellung und Vereidigung. Aus vorgenannten Gründen haben wir bisher auf eine öffentliche Bestellung als Sachverständige verzichtet. Als solcher wäre unser Gutachter nämlich außerdem verpflichtet, für das Gericht zu arbeiten.

Fazit Prozessgutachten für das Gericht

Wir werden für Gerichte und Rechtsanwälte nur auf besondere Anforderung tätig und wenn der Richter oder die Prozessbeteiligten nicht auf einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen bestehen. Unser Interesse am Bedrucken und Abheften von Papier ist limitiert. Und die Auseinandersetzung mit Rechtsanwälten und die Verteidigung eines Gutachtens vor Gericht macht auch nicht wirklich Spaß. Trotzdem, wenn es notwendig ist und es sich um ein spannendes Projekt im Bereich Baumaschinen handelt, erstellen wir auch Gerichtsgutachten.

Wie ist ein technisches Gutachten für die Gerichtsverhandlung strukturiert?

Ein technisches Gutachten für eine Gerichtsverhandlung sollte sorgfältig strukturiert sein, um den Anforderungen des Gerichts und der beteiligten Parteien gerecht zu werden. Hier ist eine typische Struktur für ein solches Gutachten:

  1. Titelseite:
  • Name des Gerichts
  • Aktenzeichen
  • Titel des Gutachtens
  • Name des Sachverständigen
  • Datum
  1. Inhaltsverzeichnis:
  • Eine Liste der Hauptabschnitte und Unterpunkte mit Seitenzahlen, um die Navigation im Gutachten zu erleichtern.
  1. Einleitung:
  • Kurze Einführung in den Fall und die Rolle des Sachverständigen.
  • Erklärung des Untersuchungsauftrags und des Untersuchungszeitraums.
  1. Sachverständiger:
  • Angaben zur Qualifikation des Sachverständigen, einschließlich Berufserfahrung, Ausbildung und Zertifizierungen.
  1. Fragestellung:
  • Klare Formulierung der vom Gericht gestellten Fragen oder des Untersuchungsauftrags.
  1. Rechtliche Grundlagen:
  • Darlegung der relevanten Gesetze, Vorschriften und Normen, die für den Fall von Bedeutung sind.
  1. Untersuchungsmethoden:
  • Beschreibung der verwendeten Untersuchungsmethoden und -techniken.
  • Erläuterung der Datenerfassung und -analyse.
  1. Fakten und Ergebnisse:
  • Darstellung der Fakten und Ergebnisse der Untersuchung in chronologischer Reihenfolge.
  • Verwendung von Grafiken, Tabellen und Bildern, um die Ergebnisse zu veranschaulichen.
  1. Analyse:
  • Interpretation der Ergebnisse im Kontext der gestellten Fragen.
  • Beantwortung der Fragen des Gerichts auf der Grundlage der Fakten und Untersuchungsergebnisse.
  1. Schlussfolgerungen:
    • Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und Schlussfolgerungen.
    • Klare und präzise Beantwortung der gestellten Fragen.
  2. Empfehlungen:
    • Falls erforderlich, Empfehlungen für Maßnahmen oder Schritte, die aufgrund der Untersuchungsergebnisse ergriffen werden sollten.
  3. Anhänge:
    • Unterlagen, die im Verlauf der Untersuchung gesammelt wurden, wie Fotos, Zeugenaussagen, technische Zeichnungen usw.
  4. Literaturverzeichnis:
    • Eine Liste der verwendeten Quellen, Gesetze, Normen und wissenschaftliche Arbeiten.
  5. Erklärung und Haftungsausschluss:
    • Eine Erklärung des Sachverständigen, dass das Gutachten in Übereinstimmung mit den geltenden Regeln und Standards erstellt wurde.
    • Ein Haftungsausschluss, der die Grenzen der Expertenmeinung und Verantwortung des Sachverständigen festlegt.
  6. Schlussbemerkungen:
    • Eine Zusammenfassung des Gutachtens und eventuell zusätzliche Bemerkungen des Sachverständigen.

Es ist wichtig, dass das Gutachten präzise, objektiv und gut strukturiert ist, um den Anforderungen des Gerichts und der beteiligten Parteien gerecht zu werden. Der Sachverständige sollte sich an die relevanten Gesetze und Vorschriften halten und die Untersuchung sorgfältig dokumentieren.